Neues von und über Jenapharm

Jenapharm bleibt Nummer 1 bei Frauengesundheit

Jenapharm-Bilanz: Pillen-Markt schwankt im Demografie-Wandel

30. Juni 2018 otz.de (Ostthüringische Zeitung)

Jena. Jenapharm bleibt in seinem Kerngeschäft „Frauengesundheit“ bei der „Pille“, bei der Langzeitverhütung und der gynäkologischen Therapie weiter die Nummer 1 auf dem deutschen Markt. Das hat gestern Geschäftsführer Michael Raps festgestellt, als er die Bilanz der Vertriebs-Tochter des Pharmakonzerns Bayer vorstellte. Nach Angaben von Finanz-Chef Falko Mühlenberg erzielte Jenapharm 2017 einen Umsatz von 145 Millionen Euro, indessen 2016 noch 150 Millionen Euro zu Buche standen. „Wir sind ein gesundes Unternehmen – nicht nur, weil wir Gesundheit anbieten“, sagte Raps. Im Geschäftsfeld Frauengesundheit, das 70 Prozent des Umsatzes ausmache, leide Jenapharm mit seinen 140 Mitarbeitern allerdings etwas unter dem Rückgang des Marktes. Heißt: Wenn im vorigen Jahr fünf Millionen Frauen die Pille nahmen, waren es 2016 noch 5,5 Millionen, wobei zuletzt 1,3 Millionen Frauen auf die oralen Kontrazeptiva von Jenapharm setzten. Die Schwankung lasse sich mit dem demografischen Wandel wie auch mit neuen Verhütungsalternativen zur Pille erklären.

Dabei ließen sich 95 Prozent aller Nutzerinnen von Langzeit-Kontrazeptiva – das sind 800 000 Frauen – ebenfalls die Produkte der Jenapharm GmbH & Co. KG verschreiben, erläuterte Michael Raps. Hier bietet Jenapharm mittlerweile drei verschiedene Hormonspiralen. Was die Pille betrifft, habe Jenapharm nach Ablauf des Patentschutzes seiner Spitzenprodukte im Jahre 2012 wegen der Wettbewerber-Angebote von Generika (wirkstoffgleiche Nachbauten) „richtig gelitten“, sagte Raps. „Ich bin stolz, dass wir mit einer sehr motivierten Mannschaft unsere Marktführerschaft weiter gesichert haben.“ Das entspricht einem Marktanteil von 28 Prozent. In der Branche gelinge es selten, dass der Original-Hersteller der Marktfreigabe für Generika standhalte. Produziert wird nach wie vor bei der Bayer Weimar GmbH & Co. KG, einer 100-Prozent-Tochter der Jenapharm GmbH.

Weitere Geschäftsfelder sind die Männergesundheit als zweitgrößter Bereich, die Kontrastmittel für Computertomographie und Magnetresonanztomographie als kleines, aber am besten gewachsenes Segment sowie die Hautgesundheit.

Verschreibungspflichtige Produkte zur Haut-Behandlung werden seit 2013 in Jena verantwortet, berichtete Produktmanager Sebastian Landschulze. Im Kern gehe es um Mittel gegen Akne, Rosazea, Neurodermitis, Pilzinfektionen und Hämorrhoidalleiden. Nicht zuletzt setze Jenapharm beispielsweise mit Broschüren zu den Krankheiten auf das Informiertsein der Patienten, sagte Landschulze. „Wenn ein Patient die Krankheit versteht, ist das schon die halbe Miete.“

 

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