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Die Hormonersatztherapie hat zahlreiche günstige Auswirkungen. Sie kann jedoch bei entsprechend veranlagten Frauen ein - wenn auch sehr geringes - zusätzliches Risiko für Thromboembolien, Schlaganfall und Brustkrebs bedeuten. Deshalb sollten Sie sich bei einer langfristigen Anwendung regelmäßigen ärztlichen Kontrollen unterziehen.
Die Zunahme des Brustkrebsrisikos unter der Hormonersatztherapie ist vergleichbar mit der Risikoerhöhung durch ein frühzeitiges Einsetzen der ersten Regelblutung, durch eine späte Geburt des ersten Kindes oder Kinderlosigkeit sowie durch Einflüsse des täglichen Lebens, wie z.B. regelmäßigen Alkoholkonsum.
Erhöhte Cholesterinwerte oder starkes Übergewicht erhöhen das Brustkrebsrisiko weitaus stärker als eine Hormontherapie. Fest steht, Hormone führen nicht zur Entstehung von Krebs, sie können aber das Wachstum eines bereits vorhandenen Brusttumors beeinflussen. Die unter der Hormontherapie gefundenen Tumore haben meist eine günstigere Prognose.
Dennoch hat speziell dieses Thema in den letzten Jahren, vor allem in den Medien, für viel Unruhe gesorgt.
Nach ihrem Treffen 2007 in Budapest sind sich die Experten der Internationalen Menopause-Gesellschaft (IMS) einig, dass die Hormontherapie ein Teil der Gesamtstrategie zur Erhaltung der Gesundheit der Frau in der Postmenopause ist. Grundsätzlich sollte eine Hormontherapie so niedrig dosiert wie möglich begonnen und so lange fortgeführt werden, wie Symptome vorliegen und keine medizinischen Gründe gegen die Fortführung der Behandlung sprechen.