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Seit die erste Pille 1961 auf den Markt kam, hat sich viel geändert, vor allem in Bezug auf die Verträglichkeit. Moderne Pillen haben kaum Nebenwirkungen.
Die Pille enthält ähnliche Hormone wie die, die auch in Ihrem Körper vorkommen. Sie ahmt den natürlichen Rhythmus des Zyklus nach und passt sich so perfekt an.
Moderne Pillen enthalten Hormone in sehr niedriger Dosierung. Damit sind estrogenbedingte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen nicht sehr wahrscheinlich.
Wie jedes Medikament ist auch die Pille hundertfach getestet worden. Jede Reaktion, die dabei beobachtet wurde, muss gesetzlich vorgeschrieben im Beipackzettel aufgeführt werden. Das heißt aber nicht, dass diese dann auch bei Ihnen auftritt. Gerade die modernen Pillen sind sehr gut verträglich. Sollten tatsächlich Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie wissen, dass die meisten davon von allein wieder verschwinden, wenn Ihr Körper sich an die Pille gewöhnt hat.
Mit den neuen Pillen kommt es viel seltener zu Zwischenblutungen, die in den ersten drei Monaten auftreten können, aber nicht müssen. Es kann auch mal sein, dass die Regel ganz ausbleibt. Das heißt nicht unbedingt, dass Sie schwanger sind, vor allem wenn die Pille richtig angewendet wurde. Wenn Sie sie allerdings einmal vergessen oder andere Schwierigkeiten gehabt haben, sollten Sie Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt aufsuchen. Auch dann, wenn Sie sich mit der Pille nicht wohl fühlen, z.B. starke Kopfschmerzen oder Sehstörungen haben und beunruhigende Nebenwirkungen feststellen, sollten Sie sich vertrauensvoll an Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt wenden.
Sind Sie körperlich gesund, spricht nichts gegen die Pille. Es gibt allerdings Ausnahmen: Wenn Sie stillen, Estrogene nicht anwenden können, stark übergewichtig sind, viel rauchen oder bestimmte chronische Krankheiten haben, könnte das Risiko zu groß sein. Dann müssen Sie auf ein anderes Verhütungsmittel zurückgreifen. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, was in Ihrem Fall das richtige für Sie ist.
Übrigens: Es gibt sogar Nebenwirkungen, die gut tun. Wie z.B. bei der neuesten Entwicklung, eine ganz niedrig dosierte Pille mit dem Gestagen Drospirenon. Diese sorgt für Gewichtsstabilität und lindert regelbedingte Beschwerden.
Sie sehen, mit der Pille können Sie gut verträglich verhüten. Und die Liebe genießen.
Schwere Komplikationen treten bei gesunden Frauen, die mit einer Pille verhüten, nur äußerst selten auf. Bei Frauen mit bestimmten Erkrankungen oder vorliegenden Risikofaktoren muss immer eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt vorgenommen werden. Vor allem, wenn beim Vorliegen bestimmter Risiken eine Pille angewendet wird, sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden, um schweren Komplikationen vorzubeugen.
Schwarz auf weiß
Lesen Sie bitte immer den Beipackzettel durch. Hier sind u. a. die Nebenwirkungen der Pille aufgelistet. Es mag sein, dass Sie das, was dort steht, abschreckt. Dazu müssen Sie wissen, dass auf einem Beipackzettel vom Gesetz her alle Reaktionen aufgeführt werden müssen, die bisher jemals bei der Einnahme des Präparates beobachtet wurden. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie all diese Erscheinungen auch spüren werden! Denn die modernen, niedrig dosierten Pillen, sind sehr viel besser verträglich als noch vor wenigen Jahren
Im Folgenden finden Sie gut verständliche Erklärungen zu einigen dieser genannten Nebenwirkungen.
Befindlichkeitsstörungen
Es kommt vor, dass der Körper sich erst auf die Pille einstellen muss. Man verspürt dann vielleicht Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen, ein Spannungsgefühl in den Brüsten oder Kopfschmerzen. Schon nach kurzer Zeit können diese Symptome verschwunden sein. Wenn sie aber besonders stark auftreten oder nach mehreren Einnahmezyklen immer noch bestehen, sollten Sie mit einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt sprechen.
Zwischenblutungen
Sie treten gelegentlich während der ersten drei Monate der Pilleneinnahme auf und sind normalerweise kein Grund zur Beunruhigung. Es ist ganz wichtig, dass die Pille weiterhin regelmäßig eingenommen wird, denn sonst wirkt sie nicht mehr zuverlässig und eine Schwangerschaft wird möglich. Wenn Zwischenblutungen mehrmals in einem Monat auftreten oder länger als einige Tage anhalten, dann wenden Sie sich bitte an eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt.
Ausbleiben der Regelblutung
Wenn die Regel ausbleibt, denken viele bestimmt als erstes, sie seien schwanger. Doch wenn die Pille jeden Tag etwa zur selben Zeit und ohne verlängerte Einnahmepause eingenommen wurde, wenn weder schwerer Durchfall noch Erbrechen aufgetreten sind und wenn keine anderen Arzneimittel eingenommen wurden, dann ist eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich. Gab es aber Unregelmäßigkeiten bei der Einnahme und fand Geschlechtsverkehr statt, dann sollten Sie beim Arzt einen Schwangerschaftstest machen lassen.
Mögliche Hinweise auf schwere Komplikationen
Bei nur sehr wenigen Mädchen oder Frauen treten ernsthafte Probleme durch die Pille auf. Aber trotzdem sollte auf folgende Warnsignale oder Symptome geachtet werden:
Wenn eines oder mehrere dieser Symptome oder Erkrankungen auftreten, muss die Pille sofort absetzt und der Frauenarzt konsultiert werden. Zwischenzeitlich sollte zur Verhütung eine Barriere-Methode, z.B. ein Kondom verwendet werden. Auch wenn während der Einnahme Gegenanzeigen auftreten, auf die unter "Wann darf ich die Pille nicht nehmen?" (siehe unten) eingegangen wird, ist die Pille abzusetzen.
Positive Begleiterscheinungen
Die modernen Pillen haben aber auch positive Begleiterscheinungen:
Es kommt äußerst selten vor, dass eine Frau die Pille nicht nehmen darf. Zum Beispiel wenn folgende medizinische Gründe vorliegen:
Darüber hinaus gibt es einige Situationen oder Erkrankungen, bei der eine besondere Vorsicht erforderlich ist, wenn eine Pille angewendet wird. Genaue Informationen dazu finden Sie jeweils im Beipackzettel Ihrer Pille.
Wenn einer oder mehrere dieser Gründe zutreffen oder sogar andere, seltenere Störungen vorliegen, sollten Sie sich ausführlich mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt darüber unterhalten. Sie/er erklärt gerne genauer, wann und warum genau die Pille nicht in Frage kommt.
Dann gibt es andere Verhütungsmethoden, die besser geeignet sind.