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Diese Verhütungsmittel laufen auch unter dem gemeinsamen Oberbegriff Barriere-Methoden. Das bedeutet, dass das Vordringen der Samenzellen in die Gebärmutter mithilfe einer "Sperre" gestört bzw. verhindert wird. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird manchmal empfohlen, zusätzlich sogenannte Spermizide (als Gel, Creme, Zäpfchen) zu verwenden, die die Samenzellen töten oder blockieren.
Kupferspirale (PI 0,5-3) Diaphragma (PI 2-20) Kondom (PI 2-12)Wie die Hormonspirale ist die Kupferspirale ein kleines T aus Kunststoff mit einem Kupferdraht. Samenzellen, die in die Scheide eindringen, werden in ihrer Bewegung gehindert, ebenso wie die Einnistung der Eizelle verhindert wird. Die Kupferionen wirken schädigend auf die Samenzellen und lösen eine Fremdkörperreaktion in der Gebärmutter aus.
Vorteile: Da Ihr Frauenarzt die Spirale einsetzt, können Sie nichts falsch machen und sind für ca. 2 bis 3 Jahre vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt.
Nachteile: Eine Kupferspirale kann zu längeren und schmerzhafteren Blutungen führen. Gleichzeitig kann es zu Entzündungen der Eileiter und Eierstöcke sowie zu einer Eileiterschwangerschaft kommen. Viele Frauenärzte raten von dieser Verhütungsform ab, da die Entzündungen zu Unfruchtbarkeit führen können. Wenn Sie sich also dafür entscheiden, bitte regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen.
Wenn Sie noch Kinder bekommen möchten, sollten Sie eine andere Methode vorziehen. Frauen, die bereits schwanger waren und keine Kinder mehr möchten, haben mit der Kupferspirale ein zuverlässiges Verhütungsmittel.
Ein Diaphragma ist ein mit Gummi überzogener, flexibler Metallring. Es wird einige Stunden vor dem Geschlechtsverkehr vorsichtig in die Scheide eingeführt, nachdem ein verhütendes Spermizid (Creme oder Gel) aufgetragen wurde. Diese Methode basiert also auf der Kombination der Anwendung von medikamentöser und mechanischer Verhütung. Das Eindringen der Samenzellen wird verhindert, da das Diaphragma vor dem Muttermund sitzt. Gleichzeitig werden sie von dem Spermizid abgetötet.
Vorteil: Sie sind flexibel. Das Diaphragma kann bis zu 2 Stunden vor dem Sex eingesetzt werden.
Nachteile: Es kann sein, dass Sie das Diaphragma als Fremdkörper empfinden und sich nicht richtig entspannen können. Eventuell vertragen Sie das Spermizid nicht.
Ihr Arzt muss das Diaphragma genau anpassen, bevor Sie es benutzen können. Nur wenn es optimal passt, gibt es auch sicheren Schutz. Außerdem müssen Sie das Gel bei mehrmaligem Sex erneut auftragen. Wenn Sie es vergessen, sind Sie nicht mehr zuverlässig vor einer Schwangerschaft geschützt. Und das Diaphragma darf erst 6 Stunden nach dem Sex wieder entfernt werden. Sonst wirkt es nicht!
Mal so zwischendurch verhüten? Mit dem Diaphragma kein Problem. Auch etwas, wenn Sie keine Hormone oder eine Spirale nehmen können.
Das Kondom ist ein Schutz aus Gummi, der über das erregte Glied des Mannes gezogen wird. Die Samenzellen bleiben im Kondom und dringen gar nicht erst in Ihren Körper ein.
Vorteil: Mit dem Kondom schützen Sie sich nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie z. B. AIDS.
Es gibt Unsicherheitsfaktoren: Einmal das Kondom selbst. Es kann passieren, dass es platzt oder einreißt, z.B. weil es falsch verarbeitet ist oder das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Cremes und Öle schränken die Haltbarkeit ebenfalls ein. Das Kondom muss korrekt angewendet werden, damit es richtig schützen kann. Das ist gar nicht immer so einfach, wenn man in einer intimen Situation ist. Nicht jede oder jeder mag das Gefühl eines Kondoms. Bei einer Latexallergie kann es ebenfalls nicht angewendet werden.
Allen Unsicherheitsfaktoren zum Trotz, ein Kondom ist wichtig und unverzichtbar. Es schützt Sie und Ihren Partner vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Auch wenn das Kondom einen relativ hohen Pearl-Index hat, ist es in Kombination mit einer anderen Methode, wie z.B. der Pille, mehr als sinnvoll. Vor allem dann, wenn Sie keinen festen Freund oder gerade einen neuen Partner haben.