Langzyklus – wie funktioniert das?
Langzyklus bedeutet nichts anderes, als dass nach der 21-tägigen Einnahme auf die 7-tägige Pause, in der es gewöhnlich zur Blutung kommt, verzichtet wird. Ohne Pause kommt es nicht zum Abfall der Hormonspiegel und somit nicht zu Blutungen.
Wie lang die blutungsfreie Zeit sein soll, können Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt selbst entscheiden. Meist wird eine 12-wöchige Einnahme mit anschließendem 7-tägigen einnahmefreien Intervall praktiziert, d.h. eine Blutung pro Quartal. Größere Abstände (z.B. nach 6 oder 12 Monaten) sind ebenfalls möglich.
Wird die Pause eingelegt, kommt es wie gewohnt zur Blutung. Manchmal bleibt die Blutung auch aus. Dies zeigt jedoch nur, dass sich aufgrund der permanenten Hormonanwendung keine Gebärmutterschleimhaut aufgebaut hat, und ist eigentlich ohne Bedeutung.
Geht das mit jeder Pille?
Zur Langzyklus-Anwendung eignen sich nur niedrig dosierte Ein-Phasen-Präparate, d.h. Präparate, bei denen jedes Dragee gleich zusammengesetzt ist. Manche sind besser, andere weniger gut geeignet. Besprechen Sie am besten mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt, welche Pille zur Langzyklus-Anwendung für Sie geeignet ist!
Ein speziell für den Langzyklus zugelassenes Pillen-Präparat gibt es in Deutschland derzeit nicht. Ärzte haben jedoch Therapiefreiheit: Wenn die Anwenderinnen es wünschen und aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht, können herkömmliche Präparate abweichend vom im Beipackzettel stehenden Einnahmemodus angewendet werden.